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Andalusienportal » Auswandern nach Spanien » Unser Erlebnis Auswandern » Ein Münchner in Griechenland » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Ein Münchner in Griechenland 3 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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Erich
unregistriert
Ein Münchner in Griechenland Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich liebe intakte Natur, das Meer und die Berge
Das Leben auf dem Lande
Ich versuche neue Leute kennen zu lernen
Gerne mache ich handwerkliche Arbeiten am eigenen Haus und Garten
Ich arbeite gerne mit Metall, Stein und Holz.
Meine jahrzehntelange Griechenland-Erfahrung hat mich fit gemacht für den Süden Europas.
Für den letzten Lebensabschnitt habe ich eine Option in Andalusien, in Torrox.
Ich bin bereit.


Mein Arbeitsplatz war in der Großstadt München. Während der 60er und 7oer Jahre fuhr `man´über den Brenner und das Urlaubsland der Deutschen war Italien. Ab den 80er Jahren kam Spanien in den Fokus. Dann entdeckte ich zusammen mit meiner Frau Griechenland.



Es war Zuneigung für dieses Land vom ersten Augenblick an. Es gab noch keine ausgebaute EU-Autobahn. Wir mussten uns über Bergpässe quälen bis zu unserem Reiseziel im Norden. Die Inseln, die Vegetation, die kleinen Fischerdörfer, die Strände und das Meer. In diese vollkommene Harmonie bauten wir uns ein Haus. Alle Freizeit wurde dort verbracht. mit dem Auto von München aus nach Venedig oder Triest, mit der Fähre nach Igumenitsa. Von dieser Hafenstadt aus auf die Insel Sithonia.



Dort wartete unser Haus zwischen Olivenbäumen am Meer. Es war unser Traumziel bis zum Jahre 2000. Dann übergab ich meine Firma in München an meinen Sohn und blieb ganzjährig am ägäischen Meer.Ein Boot kam dazu und man wurde vertraut mit den Einheimischen.
Das Glück lässt sich aber nicht festhalten. Im Jahre 2011 starb meine Frau und ich blieb alleine zurück. Die Freude war dahin und nach 4 Jahren des Alleinseins glaubte ich wieder in die alte Heimat Deutschland, Bayern, München zurück zu müssen. Ich setzte mich in Griechenland an den PC und meldete mich bei einer Internet-Partnerbörse an......
Wie die Geschichte weiterging, das erzähle ich morgen.....
28.06.2016 15:02

Erich
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...da saß ich also vor dem Bildschirm meines Computers und studierte die vorgestellten Damen. Wer das schon praktiziert hat, kennt die Verwirrung, die einen dabei befällt. In meinem Profil hatte ich mich ganz bescheiden vorgestellt als Handwerksmann. Wieso ich von den Damen, die von mir Notiz genommen hatten, angeschrieben wurde und zu Aktivitäten eingeladen, die mir fremd waren, das verstand ich nicht.
Ob ich als Begleitung für LAS VEGAS bereit wäre? die Eine
Eine Andere: Die erwartete intensive Reisetätigkeit in gehobenem Sektor.
Es ging aus den Nachrichten eindeutig hervor: Zeit totzuschlagen und dafür viel Geld auszugeben. Meine Rente erlaubt mir ein sorgenfreies Leben, jedoch absolut kein luxuriöses. So kam ich also nicht weiter.
Es zeigten sich depressive Stimmungen, meine Lebensfreude war weg, selbst die Arbeit am Haus oder im Garten verrichtete ich lustlos. Ich kam in Panik.
In dieser Situation meldete sich eine verwitwete Landschaftsgärtnerin aus Bayern. Ich erfuhr, dass sie in der Nähe von München wohnt. Sie war erstaunt, dass ich ihr aus Griechenland antwortete. Ihr Suchradius war auf 100 km im Umkreis von München beschränkt. Sie forderte mich auf: setz dich ins Flugzeug, komm und wir reden.
Da trafen sich zwei Menschen 70+ und stellten übereinstimmend fest, dass sie in ihrem Leben eigentlich nichts lieber getan haben als leidenschaftlich ihren Beruf auszuüben. Beide haben wir das gleiche Motto: "..nein, ich gehe nicht zum Seniorentreff"

morgen geht es weiter.
28.06.2016 15:06

Erich
unregistriert
Ein Grieche in Bayern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Grieche in Bayern Kapitel drei




nein, ich war natürlich kein Grieche geworden. Ich liebe aber diese Menschen, die ich auf dem Lande in einfachsten Verhältnissen kennengelernt hatte. Ich liebe die griechische Küche, den griechischen Wein und die griechische Musik.



Ich bewundere ihre tiefe Frömmigkeit, ihre Liebe, die sie für ihre Heimat aufbringen. Wie achtsam sie mit der Natur und dem Meer umgehen. Wie bescheiden und trotzdem immer fröhlich sie ihren Alltag leben. Wie Familienbande noch als starke Tradition aufrecht erhalten werden.



Auf dem Flug zwischen Thessaloniki und München befiehl mich Heimweh nach dieser vertrauten Umgebung und trotzdem wollte ich zurück nach Bayern. Es ist mein Sprachraum, die besten Jahre meines Lebens hatte ich in München verbracht. Mein Sohn, meine Enkel leben hier und ich wurde erwartet von einer unbekannten Frau, die ich nur aus E-mails und Telefonaten kannte.
Wir trafen uns persönlich am 03. Februar 2015 und seit diesem Tag sind wir zusammen.
Unsere Biographien, die haben wir uns schon per Internet erzählt und am Telefon.
Es konnte also gleich losgehen mit neuen Plänen......
Darüber bald mehr.
28.06.2016 17:58

Erich
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Somalia ganz nah Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

nicht nur Somalia, auch Syrien und Afghanistan.
Flüchtlinge kamen auf ein Dorf im Wittelsbacher-Land in der bayerischen Provinz.
Sie wurden mit einer Welle der Hilfsbereitschaft aufgenommen. Ein aktiver Asylkreis bildete sich und ehrenamtliche Helfer wurden rekrutiert.
Meine Partnerin Helga wohnt in diesem Dorf seit 2014. Sie war eingeteilt für den Deutschunterricht der Flüchtlinge. Sie hatte aber auch ein weiteres Projekt angefangen.
Da stieg ich gleich voll mit ein. Der Plan war, den Flüchtlingen etwas zu bieten, bei dem sie ihre traumatischen Erlebnisse vielleicht zeitweise etwas vergessen können. Helga hatte bereits einen 5000 m² großen Garten gepachtet. Ein wunderbar ebenes Gelände mit einzelnen großen Bäumen, einer geschlossenen Hecke entlang der Grundstücksgrenzen. Ein Pumpbrunnen, ein Gartenhaus, ein Maschinen- und Geräteschuppen waren vorhanden und das alles umgeben von einer großen Rasenfläche.
Diesen Garten sagte Helga, den wollen wir für die Flüchtlinge aller Altersgruppen herrichten.
Dann kommen sie doch wenigstens stundenweise aus ihren beengten Unterkünften.
Die Kinder können ungefährdet rennen und spielen, die Burschen und Männer können mithelfen beim pflanzen und pflegen und für die Frauen sollte ich als Handwerker Hochbeete bauen.
Mir gefiel der Plan sehr. Ich sagte meine volle Unterstützung zu. Eine sinnvolle Arbeit und ich teilte die Überzeugung von Helga:
"Von der Natur und dem Umgang mit Pflanzen geht etwas Heilendes aus"
Es sollte unser ehrenamtlicher Beitrag für die Betreuung der Flüchtlinge werden.
Ein Dorfbewohner war gerade dabei, sein Haus umzubauen. Er stiftete sein komplettes Dachgebälk. Aus diesem starken und guten Holz baute ich 40 m² Hochbeete.
Ein Champignon-Zuchtbetrieb im Ort stellte 1 LKW Ladung wertvolles Substrat kostenlos zur Verfügung. Ein Bauunternehmen brachte mir gratis feinen Sand dazu und es wurde eine schöne Anlage.
Nur wir hatten in unserer Euphorie den Plan ohne die Flüchtlinge gemacht. Es stellte sich heraus, dass die unterschiedlichen Ethnien untereinander Kontakt mieden. Es waren verschiedene islamische Glaubensrichtungen. Die Syrer verachteten die Schwarzafrikaner, die Afghanen und Syrer hielten ihre Frauen im Abseits und wie sollten wir diese Leute dazu bewegen, sich zu vertragen?
Die Flüchtlinge im Dorf kommen alle aus Großstädten ihrer Heimatländer. Sie hatten mit einem Garten nichts am Hut. Im Gegenteil: für die Leute, um die es uns ging, ist Arbeit in und mit Erde eine verachtenswerte Tätigkeit. Die Männer sagten uns mittels Dolmetscher, sie seien nicht nach Deutschland gekommen für einen Garten sondern um richtig Geld zu verdienen in der Industrie.
Helga gab sich alle Mühe mit den jungen Somalis. Sie bat darum, dass der Sprachunterricht nach Bildungsgrad eingeteilt werden solle. Sie hatte in der Gruppe angefangen von Analphabeten über Teilnehmer mit Grundschulbildung bis Abiturienten, die sich gut auf englisch verständigen können. Diese Studenten erklärten, dass es ein langer Prozess werden wird, die Flüchtlinge mit ausreichenden Deutschkenntnissen auszustatten. Die meisten haben nie in ihrem Leben richtig gelernt zu lernen. Besonders die Frauen, die teilweise nur 2-3 Jahre Schulbildung hatten in ihrer Heimat.
Helga gab ihr Engagement für den Asylkreis auf. Inzwischen sitzen die jungen Burschen untätig auf den Stufen des Rathauses mit ihren Mobiltelefonen und warten auf die Auszahlung ihrer Unterstützungsgelder, um damit das Wochenende in der Stadt zu verbringen. Für die Fortsetzung des Sprachunterrichts hatte sich niemand mehr gefunden.
Den Garten haben wir dem Besitzer wieder zurückgegeben. Der gute Plan wurde von Februar bis Oktober 2015 mit viel Freude und täglicher schweren Arbeit bei jedem Wetter im Auge behalten. Der Plan ist nicht aufgegangen.
Im Oktober fuhren wir Richtung Spanien und blieben an der Costa Brava bis Anfang Januar.
Anschließend kam eine neue Wendung in unser Leben.
Bis bald
Erich
29.06.2016 16:10

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RE: Somalia ganz nah Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Erich,
tolle Geschichte! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Das mit den Asylbewerbern war zu erwarten. Die Situation stellt sich in meiner Heimatstadt im Rheinland ähnlich dar. Die vertragen sich nicht. Es scheint auch nicht so, dass sie vor politischer Verfolgung geflohen sind, sondern nur, um in Deutschland ein besseres Leben zu haben. Sie scheinen zu glauben, wir hätte nur auf sie gewartet. Wer weiß, was man ihnen erzählt hat, um sie für viel Geld zur Flucht zu bewegen!
Liebe Grüße, Andy
29.06.2016 18:48 MillerAndy ist offline   Nehmen Sie MillerAndy in Ihre Freundesliste auf

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Lieber Erich,

es ist sehr spannend Deine Erlebnisse zu verfolgen, Deine kurzweilige lebendige Art zu schreiben gefällt mir sehr.
Hast Du Fotografien zur Hand?
Ich würde mich über einige Impressionen wirklich freuen. Fuß107

Viele Grüße
Biggi




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01.07.2016 10:16 Biggi ist offline E-Mail an Biggi senden Homepage von Biggi   Nehmen Sie Biggi in Ihre Freundesliste auf

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Hallo Erich; ich freue mich über Deine Geschichte zur Auswanderung Rückwanderung und mit Option erneute Auswanderung nach Andalusien; ich lese gerne mit und erfreue mich daran;

Beste Grüße Helmut




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Beste Grüße von Helmut Fuß1.gif
01.07.2016 14:06 Torrox Fan ist offline E-Mail an Torrox Fan senden   Nehmen Sie Torrox Fan in Ihre Freundesliste auf

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Vielen Dank Erich ich werde interessiert weiter mitlesen und bin neugierig auf Deine folgenden Kapitel.

Lg Silke




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01.07.2016 14:42 Silke ist offline   Nehmen Sie Silke in Ihre Freundesliste auf

Erich
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RE: Somalia ganz nah Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

an Miller Andy,

danke für deine freundlichen Zeilen. Haben mir gefallen. Heute geht die Geschichte weiter unter dem Titel: Der Norden Spaniens

Erich
01.07.2016 18:56

Erich
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meine Auswanderungspläne Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

liebe Silke,

dass du dabei bist, meine Geschichte zu lesen, das ehrt mich. Sei gnädig mit deinem Urteil.
ich fühle mich noch unsicher innerhalb des Portals.
Erich
01.07.2016 18:58

Erich
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für Helmut aus Göttingen,

schön Helmut, dass du mir eine Nachricht geschickt hast.
Heute geht es wieder ein Stück weiter, wenn du magst Kapitel fünf

Es grüßt dich Erich
01.07.2016 19:00

Erich
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Biggi,
du bist sicher meine jüngste Leserin. Darf ich dich darum bitten auch mit Kritik nicht zu sparen, wo immer sie angebracht ist. Du weißt, ich bin noch am lernen.
Natürlich habe ich Fotos. Meine Idee war, die passenden Fotos immer zusammen mit dem Texst zu präsentieren. Von Chef Gontiero kenne ich aber den Hinweis, dass das so nicht möglich ist.

In der Galerie ohne Textunterschriften ergibt es wenig Sinn.
Am Besten wäre es, ich könnte die Fotos aus meiner 'digitalen Datei innerhalb der Texte einfügen.
Wenn du den Weg kennst, wie ich das machen soll, dann bitte verrate es mir. Es ist mir peinlich gegenüber Gontiero zuzugeben, dass ich noch wie ein Blinder auf eurer Seite herumtaste.

Erich
01.07.2016 19:07

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RE: meine Auswanderungspläne Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Erich
liebe Silke,

dass du dabei bist, meine Geschichte zu lesen, das ehrt mich. Sei gnädig mit deinem Urteil.
ich fühle mich noch unsicher innerhalb des Portals.
Erich


Hallo und einen schönen Guten Tag lieber Erich.

Bisher brachten mich Deine kleinen Kapitel zum Schmunzeln, zum Lachen, zum Nachdenken und auch dazu das mir Tränen in den Augen standen wegen Deiner lieben verstorbenen Frau.
Ein Leben voller Liebe und Glückseligkeit in einem Paradies und dann so ein Schicksalsschlag, wie Dir zumute gewesen sein muß ....

Unsicher, lieber Erich mußt Du Dich unter uns Usern bestimmt nicht fühlen, alles liebe Leute, interessiert an Ländern, dem sonnigen Süden und mit dem Herzen am rechten Fleck was sich auch durch besondere Hilfsbereitschaft zeigt.

Ich bin voller Spannung wie es weiter geht und wünsche Dir und Deiner Lebensgefährtin ein wundervolles Wochenende voller Harmonie.

Lg Silke




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02.07.2016 13:16 Silke ist offline   Nehmen Sie Silke in Ihre Freundesliste auf

Erich
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Der Norden Spaniens Fünftes Kapitel 01.07.2016 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

... im Oktober 2015, als die ersten Reifnächte über Bayern zogen, starteten wir
Richtung Süden. Zurück ließen wir den Frust über unsere vergeblichen
Hilfeleistungen für die Asylbewerber.
Helga zeigte mir die Costa Brava, die wilde Küste, das grüne Hinterland, die
malerischen Dörfer mit ihren historischen Natursteinhäusern, die kleinen
überschaubaren Städte der Provinz Girona. Es war ihre Heimat zwischen 1986
und 2001. Wie integriert sie dort gewesen war, das konnte ich miterleben bei
den Begegnungen mit den Bewohnern ihres Wohnortes.
Helga war und ist eine botanische Pionierin.Der + - 42.Breitengrad war ihr
Forschungsgebiet.
Die Kultur subtropischer Pflanzen ihr beruflicher Schwerpunkt. Sie schuf in
Catalunya einen Botanischen Garten und holte sich dafür Pflanzen aus allen 5
Kontinenten der Erde. Von den neuen Betreibern erhielten wir eine Einladung,
der wir gerne Folge leisteten. Helga begegnete wieder den von ihr gepflanzten
Bäumen aus Australien, British Columbia, Japan, Südafrika, Südfrankreich,
Italien, England, Südamerika, Russland, Indonesien u.v.m. Nur die dreitausend
Pflanzen starke Rosensammlung von über 300 Sorten, die gibt es nicht mehr.
Helga freute sich über die Begegnung mit ihrem früheren Betrieb, sie litt aber
auch daran, als sie erkannte, dass nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit und
Hingabe dieser Park weitergepflegt worden war. Inzwischen kein öffentlicher
Park mehr sondern er steht nur noch für geschlossene Gesellschaften und für
große Events zur Verfügung. Das Unternehmen unter der neuen Führung ist
gut gebucht z.B. auch für Hochzeitspaare aus ganz Europa.
www.jardinsemporda.com
Mit 61 Jahren wurde Helga zur Frührentnerin. Der harte Männerberuf hatte
seinen Tribut gefordert. In Torrox an der Costa del Sol baute ihr der Ehemann
ein Haus als Altersruhesitz.
Für ihn war Torrox schon immer "der Nabel der Welt". Eine Auffassung, die
seine Frau nicht teilen konnte. Das Ehepaar führte viele Jahre lang eine
Fernbeziehung. Man flog so oft es möglich war, zwischen Barcelona und Málaga
hin und her.
Im Januar 2016 war die Neugier meiner Partnerin nicht mehr zu bremsen. Sie
wollte Griechenland kennenlernen, das für sie noch ein weißer Fleck auf der
Landkarte war. Sie wollte "meine Insel", mein Haus sehen. Wir rüsteten für
eine Reise mit dem Auto über Land.
Mit diesem Thema geht meine Geschichte weiter
Erich
Ich bedanke mich bei Gontiero, dass er meine Texte auf seinem Portal den
Mitgliedern zugänglich macht.
ich danke Biggi, die mich gleich am Anfang ermunterte weiter zu schreiben.
ich grüße Miller Andy und danke ihm für seine freundlichen Worte.
04.07.2016 19:37

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Lieber Erich,

es wird immer spannender in Deinen Kapiteln und wieder hätte ich gerne weiter gelesen, das ist doch ein gutes Zeichen. oder?
Deine Fotos gefallen mir sehr gut paradiesisch schön was soll ich sagen einfach Balsam für die Augen und sie beleben Deine Zeilen ungemein.Wunderbar Fuß121
Den botanischen Garten der von Deiner Partnerin erschaffen wurde (danke für den Link) der ist ja wohl eine Pracht, wie gerne würde ich dort einmal spazieren gehen.
Ich bin der Natur sehr zugetan.
Schade um die vielen Rosen....

Ich freue mich auch weiterhin Dich und Deine Partnerin lesend begleiten zu dürfen und freue mich auf Dein nächstes Kapitel.

Viele Grüße
Biggi




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04.07.2016 20:50 Biggi ist offline E-Mail an Biggi senden Homepage von Biggi   Nehmen Sie Biggi in Ihre Freundesliste auf

Erich
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Ein Münchner in Griechenland 6.Fortsetzung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Münchner in Griechenland 6.Fortsetzung

über Land und Meer.

Erste Februarwoche 2016: Wir fuhren los in Bayern Richtung Griechenland.
Diese Fahrt habe ich schon oft gemacht. Für Helga war es das erste mal. Dieser Art zu reisen begeisterte sie nicht. Für die zweite Reise im März diesen Jahres nahmen wir die Fähre von Venedig aus Richtung Griechenland. Danach beschloss Helga, dass sie in Zukunft nur noch fliegen werde und ich solle jeweils mit dem Auto einige Tage vorausfahren.
Flughafen München-Thessaloniki, das sind 2 Flugstunden und eine Stunde Autoahrt bis zu meinem Haus.
Wie meine Partnerin das Land, das sie sah, erlebt hat, das hatt sie in einem spontanen Reisebericht aufgeschrieben. Sie sah es mit ihren Augen und ich merkte, dass sie Freude daran hatte bei der ersten Begegnung mit Land und Leuten und mit meinem Haus. Sie machte mich auf Dinge aufmerksam, die mir seither verborgen geblieben waren.
Der mächtige, ehrwürdige Olivenbaum, der meinen Garten dominiert, war für sie wie eine Offenbarung. Dieser Baumgestalt müsse sich die komplette Gartengestaltung unterordnen.
Damit fing sie gleich an den Garten zu planen.
Nun müssen wir aber erst abwarten, was mit Helgas Haus in Torrox geschieht. Der Käufer kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und der Verkauf wird lt. den Juristen wieder rückabgewickelt. Wenn es so weit kommt, dann werde ich mein Haus verkaufen und Adieu Griechenland.
Torrox wird dann unser gemeinsames Altersdomizil. Darum bemühe ich mich bereits jetzt über das Portal von Gontiero und Biggi deutsche Landsleute kennen zu lernen. Mit meinen griechischen Sprachkenntnissen kann ich in Spanien nichts anfangen. Da heißt es dann die Landessprache zu lernen. Armer Erich, werdet ihr denken! Den Mut habe ich dazu. Ob ich es schaffe, bleibt vorerst offen.....
Erich
05.07.2016 08:50

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Guten Tag Erich,

Dein weiteres Kapitel ist wieder sehr interessant verfasst, vielen Dank Fuß64

Viele Grüße
Biggi




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05.07.2016 19:48 Biggi ist offline E-Mail an Biggi senden Homepage von Biggi   Nehmen Sie Biggi in Ihre Freundesliste auf

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Ein Münchner in Griechenland 7. Fortsetzung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Münchner in Griechenland 7. Fortsetzung

Griechenland – Reise vom 04. bis 11.02.2016 Reisebericht von Helga

Zweck der Reise: Helga wollte das Haus von Erich,
das Umfeld und das Land in dieser Zone besichtigen.
zuerst einmal mein Eindruck von dieser Gegend: Insel SITHONIA, Porto KOUFO, CHALKIDIKI,
NEOS MARMARAS......
In meinen Gedanken formierte sich die Frage: Wo gibt es noch so schöne und unberührte
Küstenstreifen entlang südlicher Meere?
Dichte Zypressen- und Kiefernwälder, auf den Feldern und den niedrigen Hügeln überzieht ein
grünsilberner Schimmer das Land. Wie eine Felldecke. Es sind die Olivenhaine, perfekt
gepflegt, akkurat geschnitten. Dazwischen die Dörfer am Meer, früher Fischerhütten, heute
kleine Wohnhäuser und Ferienunterkünfte. Keine Appartementblocks, keine zubetonierte Küste.


Der heilige Berg Athos: Viele Mythen ranken sich um diese Mönchsrepublik und um das Kloster. Jedenfalls ein imponierendes Bild dieser Berg zu jeder Tageszeit.

Wo die Hügel steiler werden wachsen Reben auf schmalen Terrassen. Darüber auf den
Bergkuppen beginnt eine Vegetation, wie aus dem Bilderbuch. Dicht begrünt sind diese
Bergkuppen mit dem gesamten “Programm” an subtropischen Pflanzen.


Naturhafen Porto Koufos Sithonia: Es ist in unmittelbarer Nachbarschaft von Erichs Haus. Dort kauft man bei den Fischern ein.


Alle in der gleichen Höhe – wie geschnittene Bonsai – Pflanzen. Das besorgen die
Ziegenherden. Die schwärmen durch das Gebiet und knabbern ständig die jungen Triebe an
den Pflanzen ab. Dadurch wachsen die nicht in die Höhe, sondern nur in die Breite. Decken den
kargen steinigen Boden gut ab und verhindern Erosion. Ziegen – Ziegen – Ziegen. Ein
archaisches Bild. Die Ziegenbauern dürfen für die Ställe nur verzinktes graues Blech
verwenden. Das bekommt schnell eine Patina und verschmilzt in der Landschaft. Genial! ich
habe noch nirgends so ordentliche Tierställe gesehen. Verstehen denn die Griechen mehr von
Landschaftsschutz und Ästhetik, als andere Nationen? Es darf kein Plastik in der freien
Landschaft zum Bau verwendet werden. Man sieht auch nirgends etwas davon. Am Rande der
Städte, wie z.B. Thessaloniki, da gruppieren sich größere Produktionsbetriebe für Gemüse in
Foliengewächshäusern, wie überall üblich und auch angemessen.
Die Temperaturen während unseres Aufenthaltes bewegten sich zwischen 8,5 und 10,5 °plus.
Mittags in der Sonne kurzfristig bis 14 °. Es sind “meine Temperaturen”, für meine Freunde
bestimmt viel zu kalt. Das musste ich leider erkennen.


Erich im Hafen von Neos Marmaras: Das ist eine kleine überschaubare Einkaufsstadt mit Restaurants, Apotheke, Banken und einem gut bestückten Wochenmarkt.

Ohne Heizung geht in dieser Klimazone nichts während des Winterhalbjahres. Diese niedrigen
Temperaturen ermöglichen aber auch eine überlebensfähige Vegetation, der keine
Sommerhitze und Trockenheit mehr etwas anhaben kann. Es regnet auch reichlich und das
sieht man der Farbe der Felder und der Gärten an.


Die Bucht der Schildkröten: Eine große Population Schildkröten belebt eine Bucht, in die ein Bach mündet.
Abwässerableitungen ins Meer, die gibt es nicht. Darüber wird streng gewacht.


Geschworen habe ich mir, dass ich die Fahrtstrecke nie mehr mit dem Auto machen werde. Es
war wirklich mörderisch.
Erich macht das nichts aus. Er ist während der vergangenen 30 Jahre so oft von München nach
Toroni gefahren, dass es für ihn Routine ist. Er fährt traumwandlerisch sicher auch die Nächte
durch. Könnte ich sowieso niemals. Auf dem Beifahrersitz konnte ich aber auch nicht schlafen.
Die Autobahn-Strecke: München – Salzburg – Gebirgsregion im Schneegebiet – Grenzübergang
Slowenien – Grenzübergang Kroatien – Grenzübergang Serbien – Grenzübergang Mazedonien
– Grenze Griechenland.
Mazedonien konnte ich zweimal sehen von der Autobahn aus. einmal auf der Hin- und dann
wieder auf der Rückreise.
Etwas Tristeres kann ich mir gar nicht vorstellen. Lehmige, kahle, von Erosion zerrissene
Berge, kein Lebewesen, keine verirrte Ziege, selbst der Grenzübergang und die Unterkünfte
der Grenzpolizei schäbig und heruntergekommen.
Die Autobahnstrecke durch Mazedonien teilt sich in zwei Richtungen. Es ist nicht mehr als eine
Landstraße. Bergab vorbei an Schluchten und Abhängen, die mir das Blut gerinnen ließen.
Eigentlich nur LKW – Fernverkehr unterwegs. Privatfahrzeuge kaum.


Senta mit Herrchen: Senta gibt es nicht mehr. Sie war für Erich eine treue Begleiterin in seiner Einsamkeit. Erich möchte gerne wieder einen Hund haben. Aber dafür braucht er wieder das entsprechende Umfeld.



Pflaumenbaum in Erich´s Garten: Das Foto wurde im Sommer 2014 aufgenommen. Den Baum gibt es auch nicht mehr. Er ist gestorben. Ein neuer Baum wird gepflanzt werden, sobald entschieden ist, wo wir in Zukunft leben werden.

Auf der Rückfahrt bergauf musste auch wieder dieses hässliche bedrückende Gebirge
überwunden werden. Über eine andere Passstrecke.
(Wer erinnert sich noch an das Buch von Karl May?
In den Schluchten des Balkan. Jetzt habe ich sie gesehen, die Schluchten des Balkan)
Flüchtlinge sahen wir ein paar junge Männer, die an den Einfahrten zur Autobahn Richtung
Österreich – Deutschland standen und mitgenommen werden wollten. Inzwischen wird es aber
kein Autofahrer mehr wagen, Anhalter mitzunehmen.
Er muss befürchten, als Schleuser verhaftet zu werden.
Was wir sahen, war ein sehr großes Zeltcamp zwischen Griechenland und Mazedonien.
Schneeweiße hauchdünne Plastikzelte standen in militärischer Ordnung aufgebaut im
Niemandsland. Leer ! Die dünnen Zeltvorhänge der Eingänge wehten im Wind. UNHCR stand
auf den Zelten. In dieser Gegend waren die Temperaturen bereits um Null Grad.
Auf der Insel SITHONIA, da wissen die Bewohner von den Flüchtlingen auch nur das, was auch
wir in Deutschland im Fernsehen gezeigt bekommen. In diesem Landesteil kommen keine
Flüchtlinge an. Was ich sah, das waren nur einheimische griechische Bewohner.
Was ich noch ergänzen möchte: Die Hauptstraßen, auch die Autobahnen und die
Grenzübergänge waren in der Woche, als wir im Land waren, immer mal wieder für zwei
Stunden total blockiert von unzähligen Traktoren mit demonstrierenden Landwirten. Ich
verstehe die Leute. Die Regierung lässt ungehindert landwirtschaftliche Produkte ins Land und
entzieht dadurch den einheimischen Kleinbetrieben die Existenzgrundlage. Wir haben uns in
den Supermärkten umgesehen. LIDL ist überall vertreten. Auf den Autobahnen Richtung
Griechenland die großen Trailer von LIDL aus Italien kommend. Dort hat LIDL sein Hauptlager.
Obst aus Italien, Wurst, Käse, Molkereiprodukte, Weine und man höre und staune: Olivenöl.
Die großen Raffinerien in Italien kaufen Tankzug weise Oliven aus Griechenland und
vermarkten das Öl unter italienischer Marke. Inzwischen herrscht ein Gesetz der großen
Märkte, weltweit. Da kann sich eine Regierung noch so abzappeln, das wird sich nicht mehr
ändern. Der Verbraucher ist es, der diese Entwicklung unterstützt. Niemand anderes.
Von der Fahrt ab der Grenze von Griechenland Richtung NEOS MARMARAS fährt man die
Küstenstrecke und es bieten sich immer wieder Ausblicke auf das Meer. Die Sonne schien am
Ankunftstag und das Wasser spiegelte das helle Himmelsblau und dazu immer wieder
ultramarinblaue Abschnitte. Dieses Blau sah ich noch nirgendwo.


helles Blau, tiefes Blau, ägäisblau

Bei unserem Hotel angekommen ging ich die paar Schritte zur Hafenmauer und sah, dass das
Wasser wirklich superklar war. Man konnte jedes Steinchen sehen. Keine der gefürchteten
Unterwasservegetation, die auf Abwässer schließen lässt.
Es führen keine Abwasserrohre in die Küstengewässer. Da habe ich mich erkundigt und die
Wasserqualität ist an dieser Küste garantiert. Das würde sich schlagartig ändern, wenn sich
touristische Ballungszentren bilden. Man kann nur beten, dass die Griechen weiterhin so
eifersüchtig auf ihr Meer aufpassen.
Das musste auch Erich erleben, als bei ihm und bei allen anderen Nachbarn immer wieder
unangemeldet eine Spezialeinheit der Gemeindepolizei auftauchte und die Abwassergruben auf
Dichtigkeit prüften. Man muss die Rechnungen vorlegen für den Abtransport der Abwässer.
Keine billige Angelegenheit aber es wird konsequent überwacht.
Nun waren wir beim Haus angekommen. Am Vormittag des zweiten Tages fuhren wir vom
Hotel zu Erichs Haus. Es liegt 80 mtr vom Strand entfernt inmitten von Olivengärten an einem
Feldweg. Absolut ruhig und ebenes Gelände. Ganz passabel dachte ich beim ersten Anblick. Ein
großer Garten mit nichts als einem ehrwürdigen großen Olivenbaum.
Eine große wind- und wettergeschützte Terrasse nach Süden gerichtet über die ganze
Hausbreite. Angebaut an das Haus eine Garage 7 x 3 mtr. Im Haus 3 Schlafzimmer, 2
Duschbäder und eine Küche. Der Hauptwohnraum war schon immer und wird es immer sein,
die Terrasse.


Die immergrünen Hügel hinter Toroni

Man muss sich um das Haus kümmern. Erich fährt alleine nächste Woche wieder nach
Griechenland. Ausgestattet mit einem größeren Fahrzeug mit Anhänger. Gartengeräte,
Putzmaterial, Baustoffe, Werkzeuge – einfach alles, was er braucht um gründlich das Haus zu
reinigen und Schäden auszubessern.
Mein Schlusswort zu diesem Reisebericht:
Glückliche Menschen verlassen immer wieder ihre persönliche “Komfortzone”,
sie suchen das kontrollierte Chaos,
denn die Glücks-Maximierung findet außerhalb der Komfortzone statt.
© Helga februar 2016
05.07.2016 19:52

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Lieber Erich,

wunderbar geschrieben von Helga so kann es gerne weiter gehen.
Die Fotos gefallen mir auch gut, ein herrliches Fleckchen Erde.


Lg Silke




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05.07.2016 19:55 Silke ist offline   Nehmen Sie Silke in Ihre Freundesliste auf

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Hallo Erich; der Reisebericht von Helga ist einfach nur klasse; da bekommt man richtig Lust auf Griechenland;das sie die Strecke lieber mit dem Flugzeug zurück legt kann ich verstehen;

Beste Grüße Helmut




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05.07.2016 20:12 Torrox Fan ist offline E-Mail an Torrox Fan senden   Nehmen Sie Torrox Fan in Ihre Freundesliste auf

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